Die Sensorik ist heute ein wesentlicher, die Eigenschaften maßgeblich bestimmender Bestandteil von unterschiedlichsten Systemen, Assistenzanwendungen, Messtechnik, Sicherheitstechnologien sowie anderer Themenbereiche wie z.B. der Steuerung von Maschinen. Sensoren werden eingesetzt, um den Zustand und die Veränderungen von technischen, umweltlichen und biologischen System messtechnisch zu erfassen.

Die Reihe Sensorik und Erkundung (SE) bietet Seminare, die sich mit der Entwicklung, Erprobung, Bewertung und Anwendung moderner Sensorsysteme und den dazugehörigen Auswerteverfahren befassen. Der Schwerpunkt liegt auf den Gebieten der Optik, Optoelektronik und Infrarottechnik sowie Mikrowellen- und Radartechnik. Die theoretischen Grundlagen werden vermittelt, soweit sie zum Verständnis der Seminare erforderlich sind. Besonderer Wert wird jedoch auf die Darstellung moderner technologischer Entwicklungen und Verfahren, der Anwendungsmöglichkeiten sowie der technischen Grenzen für die jeweiligen Systeme gelegt. Neue Schwerpunkte sind die messtechnische Erfassung der Sensorparameter und die Sensoreichung, hochauflösende Sensoren im Sicherheitsbereich sowie die elektromagnetische Verträglichkeit von Sensorkomponenten bzw. Sensorsystemen.

Um den Trends der Sensorik in Richtung Vernetzung, Internet of Things, IoT, und höherer Integration Rechnung zu tragen, werden die Gebiete Miniaturisierung von Sensoren und autonome Sensornetze in die Reihe aufgenommen.

 

 

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Grundlagen der Sensorik und präzisen Messtechnik


Ziel des Seminars ist die anwendungsübergreifende Betrachtung der Sensorik und der damit verbundenen Messtechnik. Der Sensor soll als generisches System betrachtet werden. Sensoren werden heute in einem sehr weiten Anwendungsfeld eingesetzt, angefangen von der Messung mechanischer und geometrischer Größen, über optische Signale bis hin zu bio-chemischen Signalen. Unabhängig von der Sensorkategorie werden in dem Seminar grundlegende Systemelemente, wie die Sensorarchitektur (elementar, integriert, intelligent), Messelektronik und Signalverarbeitung, Rechnerkopplung und Ausgabegeräte nach dem derzeitigen Stand der Technik behandelt. Unter anderem werden die folgenden Begriffsbildungen erörtert: Open / Closed Loop Architektur, statische und dynamische Übertragungsfunktion, Bandbreite, Sensorfehler (Nullpunkt-, Skalenfaktorfehler usw.), weißes und farbiges Rauschen, Störgrößen, Analog-Digital-Wandler und Quantisierung, Filterung, Signal-zu-Rausch Verhältnis, Spezifikation von Sensoren, Sensorsysteme, Überwachung der Integrität, BITE (Built-In-Test-Equipment), Zuverlässigkeit (MTBF) und Redundanz. Ein wesentlicher Teil des Seminars ist der Betrachtung der Messfehler und des Konzeptes der Messunsicherheit gewidmet. Dies schließt auch die Begriffe wie Eichen, Justieren, Kalibrieren und Kompensieren von Sensoren mit ein. Die Betrachtung der Messfehler wird im Zeit- und Frequenzbereich durchgeführt. Die theoretischen Darstellungen werden durch praktische Darstellungen und Simulationen veranschaulicht.

Seminarnummer
20SE-2.47
Zeitraum
29.09.20 - 30.09.20
Veranstaltungsort
Oberpfaffenhofen
Gebühr
1180,00 €
Wissenschaftlicher Leiter
Prof. i.R. Dr.-Ing. habil. Bernd Eissfeller



Reihenleiter

Prof. Dr.-Ing. Bernd Eissfeller, Universität der Bundeswehr München, Institut für Raumfahrttechnik und Weltraumnutzung, Neubiberg

Ihre Ansprechpartnerin

Jutta Willsch: T: 08153 / 88 11 98-12, jutta.willsch[at]ccg-ev.de

Carl-Cranz-Gesellschaft e.V.

Argelsrieder Feld 11 (Gebäude TE01)
82234 Weßling / Oberpfaffenhofen
T: 08153 / 88 11 98-0
F: 08153 / 88 11 98-19
E: ccg [at] ccg-ev.de

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